Aktuelles > Über uns > Anjas Trainerprofil > Mein Weg zur Hundetrainerin

Mein Weg zur Hundetrainerin

 
Seit ich krabbeln konnte, war ich von keinem Hund fernzuhalten. Sehr zum Leidwesen meiner Eltern. Als Kind hatte ich Pflegehunde aus der Nachbarschaft (Dackel und Zwergschnauzer). Mit beiden bin ich auch zum Hundeverein getigert und habe bereits als 8-jährige in der Breitensportgruppe mitgemacht und den Turnierhundesport kennen gelernt und Spaß daran gefunden. Jeden Samstag bin ich mit dem Rad auf den Platz gefahren und war bei allen Aktivitäten wie Jugendzeltlager, Jugendlehrgängen & Co des Hundesportverbandes Rhein-Main und der Kreisgruppe dabei. Mit 13 bekam ich nach jahrelangem Bitten und Betteln endlich meinen ersten eigenen Hund - einen goldigen kleinen schwarzen Zwergspitz-Pudel-Mix namens "Wuschel". Für Hundesport war er leider nicht wirklich zu begeistern (er hat es vorgezogen sich von meiner Mutter mit Leberwurstbrot verwöhnen zu lassen...). So hatte ich weiterhin immer auch “Leihhunde” mit denen ich im Laufe der Jahre viele Hundesport-Disziplinen kennen lernen durfte (von der Begleithundprüfung über Team-Test, alle Disziplinen des Turnierhundsports, Schutzdienst, Fährte, Agility etc.).

Die ersten beiden Hunde mit denen ich sportlich aktiv wurde waren der Dackel Sascha und der Zwergschnauzer Donner, es folgten die Schäferhunde Endi, Marco, Wodan, Lux und Halma. die Labradore Aic und Rambo und der Airedale-Terrier Higgins. Meine größten Erfolge mit Ihnen waren - neben zahlreichen Kreis- und Landesmeistertiteln - 1986 der 2. Platz auf der Deutschen Meisterschaft im Turnierhundsport in Viernheim und der 3. Platz auf der Deutschen Jugendmeisterschaft im Schutzhundsport (VPG) in Holzwickede. Viele Jahre war ich als Ausbilderin im Verein tätig und leitete die Anfänger- und Fortgeschrittenengruppen im Breitensportbereich, war Sportwartin für Turnierhundsport und betreute die Jugendgruppe des Vereins. Auch Unterstützung bei den Welpengruppen, Vorbereitung zur Begleithundeprüfung und Schauvorführungen im Reitverein etc. zählten zum Programm :o)

Durch Job und Studium war ich dann eine Weile weniger aktiv. Bis ich 2003 die Möglichkeit bekam, eine ehemalige Kollegin bei der Verwirklichung Ihres Traums zu unterstützen. Ich half ihr mit einigen anderen den Verein www.geniushof.de zu gründen und aufzubauen, der unter anderem Tiergestützte Therapie mit Hunden anbietet und habe bei "Spiel&Spaß"- und "Junghunde"-Kursen in der integrativen Hundeschule des Vereins mitgewirkt.

Ende 2003 habe ich mir dann meinen Traum erfüllt - endlich wieder einen eigenen Hund - meinen ersten wirklich "eigenen" :o) Seit sechs Jahren begleitet mich nun mein Mogli, den ich vom Tierschutz übernommen habe. Er kam als traumatisiertes, ängstliches Häufchen Elend im Alter von 6 Monaten aus Rumänien nach Deutschland und es war Liebe auf den ersten Blick, als ich in seine Augen sah. Er ließ sich anfangs von niemandem anfassen und ich habe viel Zeit investiert, um sein Vertrauen zu gewinnen, was mir mit Hilfe der Beschwichtigungssignale von Turid Rugaas gelang. Ich dachte, mit meiner bisherigen Erfahrung mit Hunden, könnte ich ihm helfen seine Vergangenheit relativ schnell zu vergessen und zukünftig ohne Ängste die Welt zu entdecken. Aber so einfach war das leider nicht. Die Wunden in seiner kleinen Seele sind zu tief. Aber ich durfte mit ihm gemeinsam schon viel Lernen - und er ist weiterhin mein Lehrmeister und ich freue mich über jeden kleinen Fortschritt von uns. Unser gemeinsames Hobby ist Dogdance, Clicker- und Tricktraining und Nasenarbeit.
 
Unser Familienzuwachs "Merlin" wurde natürlich auch gleich in die Tanzschuhe geboren ;o) Hier auf dem Foto war Merlin gerade mal 10 Wochen alt - Kinder, was die Zeit vergeht... 

 

 
Es gibt heutzutage so viele Möglichkeiten, mit seinen Hunden aktiv zu sein und sie sinnvoll zu beschäftigen - und da mir das alles so viel Spaß macht und ich mir wünsche, dass noch viel mehr Hunde und ihre Menschen unter anderem vom Dogdance-Virus angesteckt werden und gemeinsam was für die grauen Zellen tun, gebe ich heute Kurse, Workshops und Seminare zu Themen wie Denk- und Schnüffelspielen, Nasenarbeit, kreatives Clickertraining, Tricktraining, Dogdance, Rally Obedience, Treibball etc. Anfangs in der Hundeschule meiner Freundin und in Tierheimen in der Umgebung für die Gassigeher, dann in weiteren Hundeschulen und -vereinen... und die Dinge nahmen ihren Lauf... :o)
 
Eigentlich bin ich gelernte Luftverkehrskauffrau und Diplom-Betriebswirtin (FH). Ich habe über neun Jahre am Flughafen Frankfurt gearbeitet und in dieser Zeit auch berufsbegleitend an der FH Mainz Betriebswirtschaft studiert. Nach meiner Ausbildung zunächst ein Jahr als Sachbearbeiterin im Bereich Transport- und Versorgungsdienste und anschließend sechs Jahre im Marketingbereich in der Frachtlogistik und zuletzt drei Jahre als Aufgabenleiterin Marketing im Geschäftsbereich "Informations- und Kommunikationsdienstleistungen". Dann kündigte ich - für einige überraschend - das erste Mal, um mich in Richtung Hundetrainerin und "klassische Hundeschule" selbständig zu machen. Einige in meiner Familie und im Bekanntenkreis quittierten das zunächst mit Kopfschütteln - "wie kann man in den heutigen Zeiten einen so sicheren Job kündigen...?" Unterstützten mich aber dann doch in meiner Entscheidung. Nach anderthalb Jahren spürte ich jedoch, dass "dies" nicht mein Weg ist. Ich entschied mich daher, zurück ins Angestellenverhältnis zu gehen und war damit auch einige Zeit sehr glücklich. Das Thema "Hundeschule" dachte ich, sei nun vom Tisch. Zuletzt arbeitete ich nun über drei Jahre im Marketing- und Pressebereich einer Unternehmensberatung - die Hunde ließen mich jedoch die ganze Zeit nicht los...
 
Letztendlich gab ein Gespräche mit Denise Nardelli im Oktober 2007 den Anstoß, in eine andere Richtung zu denken - sinnvolle Beschäftigung, Spiel, Sport & Spaß mit dem Hund - statt klassischer Hundeschule... und plötzlich fügte sich ein Puzzleteilchen zum nächsten und es wurde immer konkreter. Da sich all meine Ideen und Pläne aber mit meinem Job bei der Unternehmensberatung nicht vereinen ließen, stand mein Entschluss schnell fest - ich kündigte ein zweites Mal... und rechnete nun erst recht wieder mit Kopfschütteln in meinem persönlichen Umfeld - das Gegenteil war jedoch der Fall - ALLE bestärkten mich in meinem Vorhaben - das würde zu mir passen... und nun bin ich mitten drin, meinen Traum zu realisieren... :o)

 
In jeder freien Minute dreht sich bei mir alles um die lieben Hunde... ich besuche weiterhin zahlreiche Seminare. Denn man lernt nie aus. Neben Seminaren zum Thema Tricktraining & Dogdance (u.a. bei Denise Nardelli, Attila Szkukalek, Claudia Moser, Hetty van Hassel, Lynn Hesel, Nicole Weber) Trickdogging und Filmtiertraining (Manuela Zaitz und Renate Hiltl) und weiteren Themen rund um den Hund, wie Intuition im ganzheitlichen Hundetraining (Elisabeth Beck), Körpersprache der Hunde (Ute-Blaschke-Berthold und Turid Rugaas), Treibball (Jan Nijboer, Lynn Hesel), Hundefotografie (www.hund-im-licht.de), Angst- und Mutmachtraining (Maria Hense) um nur einige zu nennen, mache ich seit April 2008 eine Fortbildung bei Ute Blaschke-Berthold (www.cumcane.de). Seit ich sie persönlich bei einem Seminar kennenlernen durfte, bin ich von ihrer Art des Umgangs und der Arbeit mit Hunden fasziniert und möchte noch viel mehr von ihr lernen. Auch ein neuer Ansatz für mich, meinem Mogli zu helfen, der leider immer noch in vielen Situationen sehr viel Stress hat aufgrund seiner Vergangenheit. Eine Übersicht meiner Fortbildungen findet ihr hier.


Powered by CMSimple | Template Design by CMSimple-Styles